REGIONAL & NATURNAH

PLUS-Konzept

 

 

 

Außergewöhnliche Betreuung

Regionale Ressourcen

Dorf-Er-Leben und Natur

 

Dorf-Er-LebeN

Wofür wir Stehen

 

Dorf-Er-Leben“ ist eine lebensweltorientierte pädagogische Haltung, die Bildung und Entwicklung von Kindern konsequent aus dem realen Alltag im Dorf (bzw. im Ort/Stadtteil) gestaltet. Kinder erleben ihren Lebensraum bewusst als Lernort, Gemeinschaft und Identitätsraum, weil die Kita nicht „für sich“ arbeitet, sondern Ressourcen, Orte und Menschen des Sozialraums aktiv einbezieht (z. B. Landwirtschaft, Handwerk und Betriebe, Vereine, Feuerwehr, Kirche, Feste und Traditionen). So entstehen konkrete, anschauliche Lernanlässe außerhalb des Gruppenraums – in Beziehungen, Routinen, Kultur und örtlichen Angeboten.

Zugleich versteht „Dorf-Er-Leben“ die Einrichtung als Teil einer lernenden Ortsgemeinschaft: Aufwachsen wird als gemeinsame Verantwortung erlebt, mit echten Beiträgen der Kinder im Gemeinwesen. Ziele sind insbesondere Zugehörigkeit und regionale Identität („Ich gehöre hierher“), ein gelebtes Miteinander sowie Mitgestaltung und Wirksamkeit – Kinder dürfen sichtbare „Fußspuren“ im Ort hinterlassen.

Davon profitieren alle: Kinder durch sinnhaftes Lernen, vielfältige Erfahrungsräume und Kompetenzentwicklung; Familien durch Orientierung, Teilhabe und kurze Unterstützungswege; die Kita durch ein reiches Bildungsangebot über Kooperationen, bessere Übergänge und Ressourcenteilung; und die Dorfgemeinschaft durch mehr Zusammenhalt, Integration, Standortattraktivität und Demokratiebildung im Kleinen.

Tiefgehende ortsIntegration

Kooperationen, von denen alle profitieren

Regionale Identität und gelebtes Miteinander
Kinder sollen früh ein Zugehörigkeitsgefühl entwickeln. Dazu zählen auch kirchliche Feste im Jahreskreis und die dazugehörigen Traditionen. So wird Kultur nicht „unterrichtet“, sondern gemeinsam gelebt – mit Raum für Fragen, Erleben und Beteiligung.

Mitgestalten: Fußspuren suchen und hinterlassen
Kinder haben ein natürliches Bedürfnis, wirksam zu sein. „Dorf-Er-Leben“ schafft dafür echte Gelegenheiten: Kinder sollen eigene kreative „Fußspuren“ im Ort hinterlassen – sichtbar für andere und verbunden mit dem Gefühl: „Ich habe mitgemacht, ich habe etwas beigetragen.“

Vorteile

Für Kinder
  • Alltagsnahes, sinnhaftes Lernen: Kinder erleben „echte“ Lebens- und Arbeitswelten (Bauernhof, Bäckerei, Feuerwehr, Vereine) statt nur darüber zu sprechen – das erhöht Motivation und Lerntiefe.
  • Mehr Erfahrungsräume = mehr Kompetenzen: Natur-, Bewegungs-, Kultur- und Handwerksorte im Ort erweitern Sprach-, Motorik-, Sozial- und Sachkompetenzen.
  • Stärkere Zugehörigkeit & Identität: Kinder entwickeln „Ich gehöre hierher“ – über wiederkehrende Begegnungen, Orte und Rituale im Dorf.
Für Familien
  • Leichtere Orientierung im Ort: Neue oder zugezogene Familien lernen Angebote, Ansprechpersonen und Strukturen schneller kennen.
  • Niedrigschwellige Unterstützung: Über Netzwerkpartner (Gemeinde, Förderverein, Vereine, ggf. Beratungsstellen) entstehen kurze Wege, schnelle Hilfe und pragmatische Lösungen.
  • Mehr Teilhabe am Dorfleben: Eltern können sich passend zu ihren Ressourcen einbringen (punktuell, projektbezogen, über Feste)
Für die KiTa
  • Reicheres Bildungsangebot: Lokale Ressourcen erweitern die Angebote der KiTa (Projekte, Exkursionen)
  • Professionalisierung durch Kooperation: Austausch mit Schule, Vereinen, Landwirtschaft usw. schärft Profile, sorgt für neue Impulse und gemeinsame Standards (z. B. Übergang Kita–Schule)
  • Stärkeres Profil & Attraktivität: Eine sichtbar vernetzte Dorf-Kita wird als „Herzstück“ wahrgenommen
  • Ressourcenteilung: Materialien, Räume, Know-how oder Unterstützung bei Projekten/Festen können geteilt werden
Für den Ort
  • Gemeinschaft & Zusammenhalt wachsen: Die Kita wird zum Treffpunkt  – Generationen und Gruppen kommen zusammen.
  • Standortfaktor für ländliche Räume: Eine lebendige, gut vernetzte Kita erhöht die Attraktivität des Ortes für Familien
  • Win-win für lokale Akteure: Vereine gewinnen Nachwuchs, Betriebe zeigen sich, Landwirtschaft vermittelt Wertschätzung und Verständnis, Kirchengemeinde/Gemeinde stärken soziale Bindung
  • Integrationsmotor: Zugezogene Familien finden schneller Anschluss; es entstehen Kontakte jenseits von „Privatnetzwerken“
  • Demokratiebildung im Kleinen: Kinder erleben Mitgestaltung, Regeln, Verantwortung und Gemeinsinn konkret
Vertrauen aufbauen mit allen Sinnen

Pädagogische

Dimensionen

NATUR & UMWELT

Vielfältige eigene Erfahrungen

Die Kinder entwickeln Mut und Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, und erleben auch ihre Grenzen.

Bewegungsfreiheit

Unzählige und vielseitigste Möglichkeiten entsprechen dem natürlichen Bewegungs- und Ruhebedürfnis der Kinder und schulen die Grob- und Feinmotorik.

 

Aufforderungscharakter

Kinder werden aufgefordert kreativ zu sein, sich auf neue Situationen einzustellen und gemeinsam Lösungen zu finden.

Sinneserfahrungen

Erleben von Wettereinflüssen macht sensibel für die eigene Körperwahrnehmung und das Spiel in der Natur fördert die Sinne.

Kooperation und Verantwortung

Die Natur erfordert eine engere Kooperation, die Kinder lernen sich auszutauschen und sich gegenseitig zu helfen.

DORF & SOZIALES

Ressourcen des Ortes nutzen

Die vorhandenen Ressourcen wie das Vereinswesen, die Kunst und das Handwerk sowie die alljährlichen Feste werden für die Entwicklung der Kinder genutzt und erlebbar.

Einbindung ins Vereinsleben

Vereine haben die Möglichkeit, sich in den Alltag der KiTa zu integrieren und den Kindern das Vereinsleben näherzubringen.

 

Regionale Identität & gelebtes Miteinander

Kinder sollen ein Zugehörigkeitsgefühl zu ihrem Ort entwickeln und schon früh ein aktiver Teil der Dorfgemeinschaft werden. Zur regionalen Identität zählen auch die kirchlichen Feste des Jahreskreises (Weihnachten etc.) und die dazugehörigen Traditionen.

Fußspuren suchen und hinterlassen

Kinder wollen mitgestalten und sollen die Möglichkeit haben, eigene kreative „Fußspuren“ im Ort zu hinterlassen, die für alle sichtbar sind.

BERUF & HANDWERK

Kreativität entwickeln

Die Kinder lernen, dass Handwerk mehr als nur Werkzeugnutzung ist: Es ist die Fähigkeit, für konkrete Aufgaben kreative und flexible Lösungen zu finden. Sie entfesseln ihren Erfindergeist und erleben, wie aus einer Idee greifbare Realität wird.

Zusammenhänge verstehen

Durch regelmäßige Projektarbeit lernen die Kinder anschaulich Zusammenhänge kennen und können ein umfangreiches Wissen aufbauen.

 

Berufsfelder kennenlernen

Die Kinder lernen die Berufsfelder und die unzähligen Selbstverwirklichungsmöglichkeiten in ihrer Heimat kennen. Denken Sie etwa an staunende Eltern beim Mittagstisch, wenn ihnen der Junior erklärt, was ein Spengler tut.

Eigene Fähigkeiten entwickeln

In den unzähligen Tätigkeitsfeldern können Kinder Interessen nachgehen und eigene Fähigkeiten weiterentwickeln.

Verantwortung übernehmen

Im Umgang mit Tieren und der Natur sowie im Zusammenwirken in der Gruppe lernen die Kinder für sich und andere Verantwortung zu übernehmen.

 

Stärkung der Gesundheit

Die Gruppe verteilt sich auf eine große Fläche, wodurch sich Kinder besser konzentrieren können. Kinder mit Atemwegserkrankungen profitieren von der hohen Luftqualität in der Natur und die Witterungseinflüsse stärken das Immunsystem.

Bedürfnisorientierung

Unzählige Abenteuer und Entdeckungen warten auf dem Hof und bedienen die Bedürfnisse nach Abenteuer, Selbsterkundung aber auch nach Ruhe und Geborgenheit.

LANDWIRT
SCHAFT